In ihrer diskurslinguistischen Analyse betrachtet Lesley-Ann Kern das Verhältnis von Mensch und Technologie in Diskursen um Bioethik und Biomedizin im Anschluss an Michel Foucaults Diskurstheorie. Im Zentrum steht das Konzept der 'Diskursposition', das konkrete sprachliche Äußerungen mit abstrakten, translokalen Wissensordnungen verbindet und so gesellschaftliche Wissens- und Deutungsmuster über sprachliche Positionierungen empirisch rekonstruierbar macht. Methodisch verbindet die Studie qualitative und quantitative Verfahren in einem korpuspragmatischen Mixed-Methods-Ansatz und zeigt auf, wie sich Positionierungen durch Metaphern und Topoi konstituieren. Grundlage der diskurslinguistischen Studie ist ein umfangreiches Korpus aus Medienberichten, Bundestagsdebatten und Publikationen relevanter Interessengruppen.