Gleißendes Sonnenlicht fällt auf eine Holzstatue der Heiligen Maria und versetzt die anwesenden Gläubigen in wahre Verzückung, bis das Abbild Tränen vergießt. Ein Gottesurteil steht an, dass den Zwist zweier Männer schlichten soll. Während der Glückliche siegreich den Ort verlassen wird, erwartet den Unterlegenen eine tödliche Bestrafung.
Für Stephan von Bartholomae, Mönch des Ordens der Dominikaner und beauftragter Ermittler in übernatürlichen Vorgängen, steht fest, dass dieses Tribunal keinesfalls himmlischer Natur sein kann. Umgehend begibt er sich in Begleitung seiner Mitstreiter in ein Dorf in den westlichen Pyrenäen und nimmt seine Arbeit auf.
Eine entrückte Gemeinde, die der Heiligen huldigt, verlangt besonderes Fingerspitzengefühl, wenn es gilt, den Verantwortlichen für die Vorgänge der Scharlatanerie zu überführen. Schnell wähnt Stephan sich auf der richtigen Spur, bis er erkennt, dass sein Gegner wesentlich mächtiger ist, als es den Anschein besitzt.