Die Medusen setzt mit einem verstörenden Fund ein: In der Wohnung ihrer besten Freundin entdeckt die Erzählerin eine Blutlache und entscheidet sich gegen Anzeige oder Suche, sondern für eine schriftliche Rekonstruktion des Geschehens.
Im Zentrum steht eine Freundschaft, die zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät und sich in ein Geflecht aus Abhängigkeit, Rivalität und Unsicherheit verwandelt. Wahrnehmung und Erinnerung beginnen sich zu verschieben, während die Grenze zwischen Nähe und Kontrolle zunehmend unscharf wird.
Ein sprachlich präziser, psychologisch dichter Roman über fragile Beziehungen, über Körper und Wahrnehmung und über die Unmöglichkeit, eindeutige Wahrheiten festzuhalten. Ein Text zunehmender Intensität, der eine starke Sogwirkung entfaltet.