Die Kursbuch-Grundregel lautet: Alles ist möglich, aber die Dinge müssen zusammenpassen. Es gilt also, in einem Heft Ähnlichkeit und Differenz zu kombinieren. Ähnlichkeit sucht das Verbindende, Differenz lässt das Unterschiedliche zu Wort kommen. Das ist die Regel. Auch im Kursbuch 225. Es pluralisiert und diskutiert das Prinzip, alles regeln zu wollen, zu können oder zu müssen. Damit verbunden sind Hoffnung und Absturz, Paradies und Hölle. Das wiederum zieht Fehler, Widersprüche, Dilemmata, aber auch Träume, Visionen und Halluzinationen nach sich. Stefan Kühl macht etwa auf die Funktion von Regelbrüchen in Organisationen aufmerksam. Stefan Kaduk und Dirk Osmetz betonen die Ambivalenz von Regeln, die die Dinge oftmals nicht regeln, sondern verhindern. Markus Hinterleitner verteidigt die Bürokratie gegen naive Kritik. Es ist schon fast eine ausgemachte Regel, Bürokratie unter Verdacht zu stellen. Min Luo beschreibt, wie neuere Entwicklungen der KI beitragen, den Bereich des Sagbaren zugleich zu erweitern und zu beschränken. Margit Weber wundert sich in ihrem Intermezzo, warum die vielen Gleichstellungsregeln so wenig erreicht haben. Armin Nassehi beleuchtet schließlich das Verhältnis zwischen dem Regeln und den Regeln - und stößt auf eine Technologie, die noch weit entfernt ist von Geräten, denen man Intelligenz unterstellt. Nicht zu vergessen: Sibylle Anderl interviewt den Weltraumjournalisten Stefan Hobe und den Astronauten Klaus-Dieter Flade. Im Gespräch werden Regeln um die internationale Organisation der Raumfahrt mit ihren vielfältigen rechtlichen und politischen Bezügen erörtert, aber auch Regeln an Bord. Natürlich dürfen die bewährten Kolumnisten Jan Schwochow (Infografik), Olaf Unverzart (Foto), Berit Glanz (Island) und Peter Felixberger (LEGO) nicht fehlen.