Ich erlaube mir, in den nächsten Stunden Ihre Aufmerksamkeit auf den größten Feldherrn und Staatsmann Österreichs, auf Prinz Eugen von Savoyen zu lenken.
Den größten, sagte ich, und meine es im weitesten Sinne. Als Staatsmann überragt er die bedeutendsten seiner Nachfolger, die Kaunitz und Stadion. Als Feldherr steht er nach Zeit und Rang unmittelbar zwischen Gustav Adolf und Friedrich dem Großen. Ein feuriger Held und zugleich ein menschenfreundliches Herz, ein genialer Kopf und ein pflichttreuer Patriot, ein Meister der Politik und ein rechtschaffener Mann. Wo er auftritt fesselt er die Gemüter an sich; ein geborener Franzose aus italienischem Stamme, zeigt er überall deutschen Sinn und deutsche Art wie nur einer unter Österreichs Lenkern; er zählt zu den Geistern, deren einen besessen zu haben, den Stolz eines Volkes auf Jahrhunderte bildet. Auch heute wäre es nur das Ungeschick des Zeichners, wenn sein Bild nicht unsere Herzen erwärmte.