Der Konflikt zwischen dem Herzogtum Burgund und der Eidgenossenschaft (1474-1477) prägt bis heute kollektive Erinnerungen. Das Gedenken an die Burgunderkriege wandelte sich im jeweiligen historischen Kontext seiner Zeit, wurde konstruiert und instrumentalisiert. Die Studie untersucht die soziokulturelle Bedeutung historischer und aktueller Gedenkformen sowie die Entwicklung von Formen der Kriegs- und Konfliktkommemoration in einem heutigen demokratischen und friedlichen Land wie der Schweiz.
In fünf Kapiteln bietet sie eine Analyse der Erinnerungsphänomene an die Burgunderkriege vom 15. bis zum 21. Jahrhundert, von traditionellen Schlachtjahrzeiten und Denkmalpflege bis hin zu heutigen musealen und lokalen Formen einer zivilen Erinnerungskultur.