Gibt es ein schlimmeres Gefu?hl, als jemanden zu lieben und nicht zuru?ckgeliebt zu werden? Ist das dann u?berhaupt Liebe oder nur ein Traum, ein Wunsch, eine Flucht vor der Wirklichkeit? Und was hilft gegen Liebeskummer - Schokolade, Alkohol, Seriengucken ? oder gar Philosophie?
Die Philosophin Miriam Metze zeigt in ihrem klugen und unterhaltsamen Buch, dass die Erfahrung, nicht zuru?ckgeliebt zu werden, viel mehr sein kann als bloß eine lästige
Nebenwirkung unseres amourösen Daseins - nämlich der Ausgangspunkt eines produktiven Denkens, mit dem sie die Frage nach dem Wesen der Liebe neu stellt. Dabei schlägt sie einen weiten Bogen von der antiken Philosophie und biblischen Referenzen u?ber ju?dische Mystik und die Philosophie der Renaissance hin zu den ju?ngsten Auseinandersetzungen unserer Gegenwart. Von Sokrates bis Hannah Arendt, von Rilke bis Bachmann lernen wir, dass Liebende abenteuerlustig (und blöd) sein mu?ssen, dass Romantik nicht immer das ist, was sie zu sein scheint und dass vielleicht letztlich doch alles nicht so schlimm ist, wenn nur die Perspektive stimmt.
Anekdotenreich, witzig und ungemein tröstlich - ein charmantes Buch u?ber das größte aller Themen: die Liebe.