Dieses Buch knüpft an Wenn die Seele überläuft an: Mit der Entlassung aus
der Kinder- und Jugendpsychiatrie hat eine persönliche Krise ein Ende gefunden,
aber wie geht es nun weiter? Das alte Leben kann man in der Regel nicht
wieder aufnehmen: Jugendliche müssen entscheiden, ob sie wieder zu den
Eltern ziehen wollen, ob sie den Mitschülern, und Freunden von ihren Erfahrungen
berichten, welchen Berufsweg sie einschlagen wollen, und sie müssen lernen,
mit Rückfällen zu leben. Mit dem zeitlichen Abstand zum Aufenthalt in der
Kinder- und Jugendpsychiatrie erscheint die Station häufiger als Schonraum,
denn als Schutzraum, der, wenn er plötzlich wegfällt, das Zurechtfinden
im >normalen< Alltag erschwert. Wie bewältigt man Probleme, wenn nicht
gleich eine Therapeutin zur Seite steht? Wie stellt man sich den Anforderungen
einer normalen Schule? Geht man offen mit seiner Psychiatrie-Erfahrung
um, schlägt einem übertriebene Vorsicht oder Zurückweisung entgegen. Gerade
für den beruflichen Einstieg ist Schweigen viel zu oft die bessere Alternative.
Die Erfahrungen der Autoren zeigen Mitarbeiterinnen der Jugendhilfe und
der Kinder- und Jugendpsychiatrie die Behandlungswünsche ihrer Klienten
und bieten Ansatzpunkte für eine bessere Entlassungsvorbereitung und Begleitung
in der Zeit nach der Krise. Geschwister, Freunden und Eltern eröffnet dieses
Buch einen Zugang zum Verständis der jungen Menschen.