Die Beiträge dieses Bandes stammen von Mitgliedern des internationalen Colloquium Ioanneum, einer Gruppe von Johannesforschern, die sich alle zwei Jahre zur intensiven Diskussion eines weiteren Abschnittes des Johannesevangeliums treffen. Die Vorträge des Treffens in Eisenach 2019 konzentrieren sich auf die Kapitel 5 und 6, die mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen und aus verschiedenen Blickwinkeln gelesen werden. In diesen beiden Kapiteln kulminieren die literarischen und theologischen Probleme des Evangeliums. Die Wunder bzw. 'Zeichen' werden durch ausführliche Jesusreden ausgedeutet. Zentrale Aspekte der literargeschichtlichen Entstehung, der Christologie, Eschatologie, des Schriftverständnisses und des Verständnisses der Mähler bzw. der Eucharistie stehen hier zur Debatte. Die Beiträge des Bandes widmen sich auch der Charakterisierung wichtiger Erzählfiguren, der Frage nach der Hörerschaft der johanneischen Reden, der Konstruktion von Raum, der Schöpfungsmotivik und der Frage nach der Herausbildung der johanneischen Theologie.
The contributions in this volume are by members of the Colloquium Ioanneum, an international group of Johannine scholars who meet every two years for discussion of a section of the Fourth Gospel. The proceedings of the 2019 meeting focus on the signs and accompanying discourses in John 5 and 6, which contributors approach using different methods of interpretation. Narrative issues include the characterization of Jesus, the disciples, and other figures, the construction of space, assumptions about the audience, creation motifs, and the role of intertextuality. Attention is given to Johannine perspectives on Christology, soteriology, eschatology, and judgment. Careful consideration is given to questions of the Gospel's use of eucharistic language and the origins of Johannine theology.