Baronin Franzisca von Heppenstein besitzt alles, was nötig ist, um am Hof von Kurfürst Maximilian III. Joseph in der Münchner Residenzstadt des 18. Jahrhunderts zu glänzen: Bildung, Intelligenz, Schönheit und einen unwiderstehlichen Charme. Die Männerwelt liegt ihr zu Füßen und die Frauen der feinen Münchner Gesellschaft beneiden sie glühend. Doch die Baronin muss zwei arrangierte Vernunftehen eingehen, die sie gelangweilt und ohne Leidenschaft über sich ergehen lässt. Nur ihre bildhübsche und hochbegabte Tochter Fanny entschädigt sie für ihr uninspiriertes Leben. Aber als die 17-Jährige eine stürmische Affäre mit einem Leutnant eingeht, gerät sie in Konkurrenz zu ihrer Mutter, welche nun alle Waffen einsetzt, um der Tochter den Liebhaber auszuspannen. Was dann folgt, hat das Ausmaß einer griechischen Tragödie, von der sich die Baronin nie wieder erholen wird ? Mit historischer Akribie und poetischer Leidenschaft hat Maria Magdalena Leonhard den Auftakt des »Falls« Fanny von Ickstatt verfasst. Ein Muss für alle Freunde des historischen Romans.
Baronin Franzisca von Heppenstein ist schön, gebildet und verführerisch. Am kurfürstlichen Hof zu München gilt sie als Muse, ihr Haus ist ein Hort des Freigeists und ein Treffpunkt für alles, was Rang und Namen hat. Unter der Hand aber hält man sie für hochmütig und frivol. Bereits in einer zweiten arrangierten Ehe gefesselt, sucht sie in der Erziehung ihrer schönen Tochter, in der sie ihre eigenen unerfüllten Träume verwirklichen möchte, Ablenkung und Zerstreuung. Als das Mädchen sich in einen jungen, unvermögenden Offizier verliebt, erklärt die Mutter eine Heirat als ausgeschlossen, da diese nicht standesgemäß ist. Sie selbst aber erliegt der Faszination des jungen Offiziers. Verblendung und Verstrickung kulminieren in einer Tragödie und in einem Skandal, der weit und lang andauernd über die Grenzen Bayerns hinaus seine Kreise zieht.