In der Alternsforschung wurden Menschen mit Migrationshintergrund bisher weitgehend ausgeblendet und in der Migrationsforschung fanden ältere Menschen kaum Beachtung. Angesichts des zunehmenden Anteils Älterer in der Migrantenbevölkerung wird eine Verknüpfung der beiden Forschungszweige aber immer wichtiger. Das vorliegende Buch widmet sich der Auseinandersetzung mit dem Altern unter Migrationsbedingungen und der Lebensqualität älterer Migrantinnen und Migranten. Auf der Basis theoretischer Reflexionen, empirischer Befunde und politischer Überlegungen bietet der vorliegende Band erstmals einen fundierten Überblick über den aktuellen Kenntnis- und Diskussionsstand im Schnittfeld der beiden Forschungsgebiete.
Deutschland ist ein Land des "langen Lebens". Zugleich ist es durch Zu- und Abwanderung geprägt. Nicht nur in der einheimischen Bevölkerung steigt die Zahl älterer Menschen, auch der Anteil derer, die im Verlauf ihres Lebens zugewandert sind und hier alt werden, nimmt zu. In der Alternsforschung wurden ältere Menschen mit Migrationshintergrund bisher weitgehend ausgeblendet, und in der Migrations- und Integrationsforschung fand das Thema "Altern und Alter" lange Zeit kaum Beachtung. Umso dringlicher ist eine wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung mit der Lebenssituation älterer Migrantinnen und Migranten. Auf der Grundlage theoretischer Reflexionen, empirischer Befunde und politischer Überlegungen bietet der vorliegende Band einen fundierten Überblick über den aktuellen Kenntnis- und Diskussionsstand im Schnittfeld beider Forschungsgebiete.