Für ihren ersten Roman »Familienalbum« hat Kate Atkinson viele internationale Preise erhalten. Mit ihren weiteren Büchern hat sich die bekannte Autorin eine Fangemeinde erschrieben.
June ist schwanger und weiß, dass sie bald mit ihren Kindern allein dastehen wird. Addison, uneheliches Kind und von seinem Vater nie anerkannt, stellt bei dessen Begräbnis fest, dass er es letztlich ohne den Vater besser hatte. Die praktische Amerikanerin Meredith muss erfahren, dass es für das Altern kein Patentrezept gibt. Kate Atkinsons Figuren widerfährt nichts Ungewöhnliches, sie erleben das, was das Leben für jeden bereit hält: Altern, Einsamkeit, Liebe, Tod. Doch die Geschichten, die sie erzählt, enden nie in Hoffnungslosigkeit. Kate Atkinsons scharfer und illusionsloser Blick richtet sich stets auch auf den Ausweg aus dem scheinbar unveränderbaren Dasein. Mit ihrem neuen Buch blättert sie ein weiteres Familienalbum auf.
Nicht das Ende der Welt - Eindringliche Momentaufnahmen des Lebens, die unter die Haut gehen
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Nicht das Ende der Welt präsentiert Kate Atkinson ein facettenreiches Familienalbum, das die universellen Themen des menschlichen Daseins auf einfühlsame Weise beleuchtet. June steht kurz vor der Geburt ihres Kindes und ahnt, dass sie schon bald als alleinerziehende Mutter für ihre Familie sorgen muss. Der von seinem Vater Zeit seines Lebens nicht anerkannte Addison erkennt bei dessen Begräbnis, dass er ohne diese Bürde besser durchs Leben gekommen ist. Und die pragmatische Meredith muss erkennen, dass es keine Universallösung für den Umgang mit dem Älterwerden gibt.
Atkinsons Protagonisten sind keine Helden, sondern Menschen wie du und ich, die mit den Höhen und Tiefen des Lebens konfrontiert werden. Doch so schonungslos die Autorin die Schattenseiten des Daseins auch portraitiert, so lässt sie doch immer auch Raum für Hoffnung und die Möglichkeit der Veränderung. Mit scharfsinnigem Blick und einfühlsamer Sprache gelingt es Atkinson, die verborgenen Nuancen zwischenmenschlicher Beziehungen und individueller Lebensentwürfe freizulegen und zu zeigen, dass kein Schicksal in Stein gemeißelt ist.