Der DGB-Index Gute Arbeit und seine KritikerMit dem DGB-Index Gute Arbeit (siehe http://www.dgb-index-gutearbeit.de/gute_arbeit) hat sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)ein Instrument geschaffen, das das Urteil der Beschäftigten über ihreArbeitsbedingungen erhebt und damit Grundlagen für Verbesserungen hinzur "Guten Arbeit" bietet. Der DGBIndex soll ein arbeitswissenschaftlich fundiertes Instrument zur fortlaufendenErfassung der Qualität der Arbeits- und Einkommensbedingungen ausBeschäftigtensicht werden. Seit 2007 wird mit dem DGB-Index Gute Arbeit einmal jährlich bundesweit die Arbeitsqualität "gemessen". Maßgeblich sind dabei ausschließlich die Urteile der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, nicht "objektive" Messungen von Verhältnissen.Die tragende Idee ist: Arbeit, gesellschaftlich gesehen eine Lebensnotwendigkeit, ist so zu organisieren, dass sie von den Arbeitenden nicht vorwiegend als Last empfunden wird, sondern alsQuelle des Wohlbefi ndens, der Persönlichkeitsbildung und eines erhöhten Selbstwertgefühls fungiert.Der DGB-Index hat viele Kritiker (siehe z.B. Untertitel)....Auf einem von den Autoren dieser Stellungsnahme mit den "Kontrahenten" und einschlägigen Fachleuten durchgeführten Workshop wurde deutlich , dass die Mängel gar nicht im Grundsätzlichen, sondern, wenn überhaupt, dann im Detail liegen, scheint diese unsere Stellungnahme erforderlich. Wir gehen dabei nicht auf alle Punkte der Bewertungvon Prümper/Richenhagen ein, sondern wollen "aus rbeitswissenschaftlicher Sicht" doch einige Punkte zu bedenken geben, die der sachdienlichen Weiterentwicklung der aus unserer Sicht positiv einzuschätzenden DGB-Initiative dienen und einer überzogenen Abwertung entgegentreten wollen. Auf keinen Fall halten wir die generalisierende Einschätzung "aus arbeitswissenschaftlicher Sicht nicht empfohlen" für gerechtfertigt.